Page 28 - asylverfahren
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BPI2 für Erwachsene genannt. Wartezeiten für den Besuch von Brückenangeboten
sollen vermieden werden, damit die angestrebte, schnelle Integration möglich ist.

Mit den sogenannten Integrationsvorlehren ist eine neue Möglichkeit zur
Berufsbildung geschaffen worden, die den speziellen Bedürfnissen der VA und FL
angepasst ist. 15- bis 25-jährige VA und FL sollen jedoch grundsätzlich den gleichen
Weg über eine Berufsbildung oder eine Mittelschulbildung in den Arbeitsmarkt gehen
können wie alle Lernenden in der Schweiz. Dazu wird der rasche Erwerb eines
Sprachdiploms vom Kanton gefördert und finanziert. Das Sprachdiplom A2 dient der
Integration in den Arbeitsmarkt. Der Kanton finanziert auch Kurse bis zum
Sprachniveau B2, wenn der eingeschlagene Berufsbildungsweg dies erfordert. Der
Spracherwerb soll dabei parallel zur Arbeit oder in Bezug auf das Arbeitsumfeld
geschehen. Die berufliche und soziale Integration steht immer im Vordergrund.

Mit der Umsetzung des revidierten Asylgesetzes wird es gemäss GEF noch weitere
interessante Änderungen geben, die einen Einfluss auf die Schulen haben werden.
Diese sind im Kantonalen Integrationsprogramm KIP2 nachzulesen. Die wichtigsten
werden nachfolgend erwähnt:

Kinder, deren Eltern keine der kantonalen Amtssprachen sprechen, sollen vor Eintritt
in den Kindergarten (KG) die Unterrichtssprache erwerben. Ziel ist es, dass die
Kinder mit Eintritt in den KG dem Unterricht folgen können und somit eine möglichst
rasche Integration erfolgen kann. Dafür will der Kanton in Kindertagesstätten
subventionierte Angebote zur frühen Sprachförderung schaffen. Drei- bis vierjährige
Kinder mit Bedarf an Sprachförderung in einer kantonalen Amtssprache sollen diese
an mindestens vier Halbtagen pro Woche besuchen können (Betreuungsgutscheine).

Zudem erweitert der Kanton Angebote für niederschwellige Elternbildung, für
Hausbesuchsprogramme und für sprachförderliche Spielgruppen für Familien mit
Migrationshintergrund.

Das interkulturelle Dolmetschen (ikD) und das interkulturelle Vermitteln (ikV) erhält
einen grösseren Stellenwert. Es wurde erkannt, dass Ämter, Ärztinnen und Ärzte,
Schulen, Betreuungspersonen, die mit anderssprachigen Menschen zu tun haben,

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